Kambodscha – Land der Gegensätze

Kambodscha – Land der Gegensätze

Ihr Lieben, heute tippe ich ein Blog-Beitrag aus Kambodscha. Vor rund 1.5 Wochen bin ich für ein gemeinsames Projekt mit der Outdoor Times nach Südostasien gereist.

Kambodscha war für lange Zeit von der Reisekarte verschwunden. Das Land war Synonym für Gewalt, Krieg und Leid. Vor einigen Jahren ist nun Frieden eingekehrt und Kambodscha für Weltenbummler wieder zugänglich. Durch die weltberühmten Ruinen von Angkor zieht Kambodscha jährlich tausende von Touristen an. Als wir nach der Landung endlich alle notwendigen Stempel in unserem Pass hatten, war ich gespannt, auf ein Land, das sich langsam von den Strapazen der letzten Jahrzehnte erholt.

Das südostasiatische Land am Golf von Thailand bietet in Phnom Penh viele quirlige Märkte, eindrückliche Tuk Tuk Chaos-Spektakel auf den Strassen und trotz seiner Grösse (ca. 1.5 Mio. Einwohner) einen gewissen Provinz-Charme. Die Einkaufsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, fast jeder Stadtbewohner scheint einen eigenen Laden bzw. Verkaufsstand zu haben oder irgendeine andere Dienstleistung anzubieten.

Lebensader Südostasiens

Der Mekong ist der längste Fluss Südostasiens, das Leben in Kambodscha sammelt sich förmlich entlang der Ufer dieses Flusses. Wir haben es uns auf dem «Sonnendeck» des Schiffs einigermassen bequem gemacht. Endlich setzte sich der alte Dampfer in Bewegung und auf ging es ins Mekong-Abenteuer. Das kambodschanische Leben, welches an mir vorbeizog, hat mich zu tiefst beeindruckt. Ich sah viele arme Familien, die in zerfallenen Blech-Hütten auf Stelzen am Wasser leben und nur mit dem Allernötigsten auskommen müssen. Die spielenden Kinder am Ufer der braunen Brühe begrüssten uns jeweils mit einem fröhlichen «hello» und wildem Winken. Die Flussfahrt führte uns auch über den grössten Süsswassersee Südostasiens – den Tonle Sap, welchen wir in rund 3 Stunden überquerten.

Floating Village

Ja, das ist tatsächlich ein Dorf auf dem Wasser. Die Einwohner leben hier in schwimmenden Hütten und ernähren sich hauptsächlich von der Fischzucht. So beindet sich unter den meisten Häusern ein Käfig, in dem tausende Fische gezüchtet werden, bis diese genügend gross für den Verkauf sind.

In Mitten von Palmen und Reisfeldern

Auf dem Weg in eine tropische Oase der Entspannung. Durch die Anfahrt darf man sich nicht abschrecken lassen – die Strassen werden immer holpriger und der Verkehr entfernt sich immer weiter. Irgendwann sahen wir nur noch vereinzelt Einheimische, welche auf ihren Rollern oder Fahrräder alles mögliche transportierten. Da hat doch tatsächlich jemand ein Schwein auf sein Moped gebunden, das sogar noch lebte – unglaublich. In der Nähe eines kleinen Bauerndorfs hielt unser Fahrer schliesslich an und wir befanden uns in einer wunderbar tropischen Oase. Das Personal empfing uns herzlich mit einem duftenden Yasminarmbändchen und erfrischenden Drinks. Begeistert hat mich nebst der Liebe zum Detail auch das soziale Engagement des Hotels. Es unterstützt das anliegende Dorf tatkräftig mit Wasserpumpen, Müllabfuhr etc. Hier konnten wir richtig gut entspannen.

www.sojournsiemreap.com

Wie zu Gotthelfs Zeiten

In der drückenden Hitze begaben wir uns mit einer Tasche voller Süssigkeiten auf einen Spaziergang, weit abseits der Touristen. Die Strassen waren nicht mehr als eine staubige Piste mit unzähligen Schlaglöchern. Kambodschanische Familien, gekleidet in durchlöcherten T-Shirts und alten, dreckigen Shorts, leben hier wie zu Gotthelfs Zeiten. Man kann sich kaum vorstellen, wie man hier mit ein paar Süssigkeiten Freude bereiten kann. Ein kleiner Junge schleppte eine tropfende Plastiktüte mit Eis auf dem Rücken – die Einwohner können sich hier nicht einmal eine Flasche Wasser leisten. Unsere Taschen waren bei so vielen Kindern bald geleert und so kauften wir uns in einem kleinen, lottrigen Laden Nachschub. Als wir in Dollar bezahlen wollten, stellten wir fest, dass die ganze Tasche nicht einmal einen Dollar kostet. Der überglückliche Verkäufer stopfte uns somit für so wenig Geld noch mehr in unsere Tüte. Ich weiss, man verändert hier mit ein paar Süs- sigkeiten nicht die Armut, aber wenigstens konnten wir vielen Kindern ein Lächeln schenken.

Im Tal der Tempel

Angkor ist eine gigantische Tempelanlage, die sich im Nordwesten des Landes über mehr als 200 km2 erstreckt. Zu Zeiten unseres Mittelalters war Angkor die bevölkerungsreichste Stadt der Welt. Dank den vielen hundert Tempeln und Heiligtümern hat Angkor heute beste Aussichten, das zukünftige Zentrum des Tourismus in Südostasien zu werden – zweifellos eine grossartige Chance für Kambodscha.

Die Tempelruinen von Angkor sind wirklich sehr eindrucksvoll. Mit unserem Tuk Tuk Fahrer begaben wir uns, ausgehend von Siem Reap, auf den Tempeltrip von Angkor. Zunächst erwarben wir am Eingang zum archäologischen Park eine Tageskarte, welche auf die Schnelle mit einem ziemlich schrägen Bild von mir vervollständigt wurde. Somit konnte ich den ganzen Tag jedem Kontrolleur meine versehentliche Grimasse ins Gesicht halten. Eine Eintrittskarte kostet übrigens 20 $. Die Leute bevorzugen hier US-Dollar, da diese Währung weit stabiler ist und nicht der Inflation unterliegt. Wir haben die bekanntesten Ruinen innerhalb eines Tages besichtigt, die meisten Touristen nehmen sich für Angkor jedoch etwas mehr Zeit.

Die Kantha Bopha-Spitäler sind Träger einer Vision, wie Medizin effizient und ohne Korruption in den armen Ländern getätigt werden kann. Dr. Richner hat in den vergangenen 20 Jahren mit seinem Team 12 Millionen kranke Kinder in den Kantha Bopha-Spitäler in Kambodscha behandelt. Jeder Franken hilft, Spenden kommen sicher an.

www.beat-richner.ch

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